Expedition Kun – Gipfelsieg – 08.08.2009

Peter Plank und Reinhard Streif sorgten für eine turbulente Besteigung des Kun

Der Klimawandel hat auch vor dem Himalaya keinen Halt gemacht. Der 7083 m hohe Kun hat sich von einem eher einfachen zu einem höchst anspruchsvollen Berg gewandelt und verlangt höchstes alpinistisches Können. Peter Plank bezeichnet den Kun sogar schwieriger als den Gasherbrum II, einen Achttausender, den er 2006 bestiegen hat.

15 Stunden benötigte Peter Plank für die 1000 Höhenmeter vom Lager 2 bis zum Gipfel und wieder retour. Reinhard Streif entschied sich für eine etwas andere Route, brauchte dabei 33 Stunden. Dies führte dazu, dass er in der eisigen Höhe sogar biwakieren musste. Er kam sehr erschöpft, aber gesund zurück zum Team.

„Wir sind nun dabei die Hochlager abzubauen und ins Basislager zurückzubringen. Dies gestaltet sich aber als sehr gefährlich. Das nunmehr gute Wetter hat die Gletscherspalten weiter geöffnet. Nach getaner Arbeit brechen wir vom Basislager auf und transportieren das Expeditionsmaterial mit Pferden nach Gucmatunga, dann geht es mit dem Bus nach Kargil und von dort weiter nach Srinagar. Die Heimreise führt danach über Delhi und München, wo wir am 18. August eintreffen, “ berichten die Bergsteiger.

„Bitte helft uns bei der Rehabilitation nach unserer Wiederkehr. Falls wir den Bergrucksack als Kopfpolster verwenden, erinnert uns daran, dass es auch Polster gibt. Informiert die Nachbarn, dass sie sich keine Einbruchsorgen machen müssen, wenn der Strahl einer Stirnlampe im Haus in der Nacht scheinen sollte, denn dann ist wohl wieder einer der Teilnehmer auf dem Weg zur Toilette. Es wäre auch hilfreich uns wieder beizubringen, dass wir den Gaskocher beim Frühstück nicht mehr anheizen müssen. Macht euch keine Sorgen, wenn wir im Straßenverkehr alle Schilder missachten und uns nur nach Expeditionsfähnchen orientieren, wir sind es nach den letzten Wochen nicht anders gewöhnt.“

Folgende Höhen wurden von den einzelnen Expeditionsteilnehmern erreicht:

Peter Plank und Reinhard Streif – Gipfelsieg – 7083 m

Walter Inspruckner – Kunwandfluss – 6350 m

Gerhard Friedl und Eduard Binder – 6150 m

Rudolf Schönauer, Elisabeth und Johann Lindorfer – 5950 m

„Wir sind gesundheitlich alle wohlauf, befinden uns derzeit im Basislager, freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen und bedanken uns ganz herzlich für das Daumenhalten, es hat geholfen.“

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